Montag, Januar 23, 2006

Art meets Ice

eine SchildkröteSkulpturen hauen, nur nicht in Stein sondern in Eis! Auf solche Ideen kommt man also, wenn man in der Kälte wohnt. Das haben Meike, Astrid und ich uns heute also angesehen. Achja, Meike und Astrid besuchen mich gerade für eine Woche. Hatte die beiden heute mittag vom Flughafen abgeholt.
"Muß man ne lange Unterhose anziehen?" wurde ich gefragt. Meine Antwort "Ja, besser ist..." Nur warum ich mich dann selber an meine Ratschläge nicht hielt...? -21 Grad sind nicht so wild, wenn man aus der Wohnung zum Zug huscht und von dort zur FH, zumindest nicht für die Beine. Für die Hände schon. Aber den Fehler, bei solchen Temperaturen mein Frühstück, eine Banane, auf dem Weg und ohne Handschuhe verzehren zu wollen, den mache ich nicht noch mal. Habe selten so schnell eine Banane gegessen!

Und so holte mich heute auch ganz schnell die finnische Realität ein, denn nach kürzester Zeit fielen mir Füße und Finger ab.Widder (oder Steinböcke?)Der Skulptur-Wettbewerb fand auf der Zoo-Insel Korkeasaari statt, und von der Metrostation bis dort war es erstmal ein bißchen zu laufen. Eigentlich war ich schon durchgefroren, als wir da ankamen. Und die wilden Fotoserien, die ich normalerweise gemacht hätte, verkürzten sich drastisch, weil ich meine Kamera nicht mit Handschuhen bedient kriege - aber mit Händen, die 2 min an der Luft waren, auch nicht mehr...

toter Eis-DinoVon all den äußeren Ungemütlichkeiten mal abgesehen (bin selber schuld, man kann sich ja auch vernünftig anziehen) war es aber echt imposant! Faszinierend war vor allem auch der junge Mann aus Kenia (!!!), der an seinem Löwen meißelte und feilte. Hier und da kam übrigens auch mal eine Kettensäge zum Einsatz.
Weiteres Highlight: das finnische Team, dessen eines Mitglied Kimmo Frosti hieß. Das muß einfach Bestimmung gewesen sein...

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