Sonntag, Dezember 03, 2006

die Sache mit den Stäbchen

So, wieder halbwegs da, nur daß ich total verkatert bin, ohne einen Schluck getrunken zu haben. Aber die Theorie besagt ja, daß genau das der Grund dafür ist, Dehydrierung und so, was ja beim K...en und Sch...en auch schnell vorkommt (hier mal ein lustiger Link zur Katerprävention).

Aber eigentlich wollt ich noch kurz beim Thema Essen bleiben. Von Schnappi und dem Lama aus Yokohama mag man nun halten, was man will. Ich blieb damals, als man Schnappi in Deutschland anscheinend nicht entkommen konnte, davon verschont.

Zumindest aber mußte ich doch schmunzeln, als ich dieses Lama mit Stäbchen essen sah. Vor gar nicht langer Zeit hatten wir bei uns in der WG nämlich ein gemeinsames Essen. Mit Gästen - und Stäbchen. Und so ganz und gar unbefleckt bin ich ja nun nicht, was das Essen mit Stäbchen angeht, zumindest in der Theorie begreif ich's, aber irgendwie war es mal wieder erstaunlich, wie absolut jeder der Anwesenden wie selbstverständlich und ziemlich flink das Essen in sich hineinbalancierte. Und selbst, wenn es bei mir immer wieder mal für zwei, drei Bisse klappte, ohne die Stäbchen in meiner Hand nachzujustieren, so mußte ich nach wenigen Minuten doch passen, weil der Krampf in Daumen und Ringfinger (ja) doch zu krass wurde.

Naja, das Lama ist mit mir.

Samstag, Dezember 02, 2006

platt

Zustände wie in Indien: Oben k...en unten sch...en. Mehr Details? Nein. Wären es kleine, gemeine Hep A Viren gewesen, hätte es mich wohl nicht so umgehauen (bilde ich mir ein), aber was ich da jetzt gegessen hatte, das mich so plättete, bleibt mir ein Rätsel. Kein Fisch, kein Fleisch und das einzige verdächtige: ein Schokocrossaint! Lebensmittelvergiftung von einem Schokocroissant? Also ich weiß nicht. Bleibt noch der Sahne Kefir vom Aldi... auch unwahrscheinlich.

Donnerstag, November 23, 2006

Nerd-Schreikrämpfe

[Nerd stuff mal wieder.] Ich bin ein Fan von offenen Standards, geb ich ja zu. Und tja, der praktische und nicht akademische Web-Macher weiß, was man nicht tun sollte: versuchen, CSS im Internet Explorer zum Laufen zu kriegen. »Standards? Was'n das?«, sagt IE. Und das war nun auch wirklich nicht neu... Versucht hab ich's trotzdem, mit dem Ergebnis, daß ich bald keine Haare mehr habe!

Dieses hier ist eine wirklich nette Übersicht über die verschiedenen Schreikrämpfe, die man bekommen kann: http://barrierefrei.e-workers.de/workshops/ie-fun/index1.php Und spaßeshalber auch mal mit nem anderen Browser aufmachen...

Mittwoch, November 22, 2006

Fahrkartenkontrolle

Heute nachmittag saß ich in der U-Bahn. Auf all meinen Fahrten in U- und S-Bahn wurde ich bisher nur einmal kontrolliert. Aus Helsinki sind mir Fahrkartenkontrolleure noch als uniformierte, nicht gerade schmächtig gebaute und mindestens zu zweit auftretende Mitmenschen in Erinnerung. Und überhaupt nicht in schlechter, trotz des manchmal etwas angsteinflößenden Auftrittes. Meine erste Begegnung mit Berliner Kontrolleuren war eine andere, erkannte ich die beiden wegen fast-Zivil-Outfits erst auf den zweiten Blick als solche, und auch vielmehr erst daran, daß plötzlich alle nach ihrer Fahrkarte kramten.

Heute also Fahrkartenkontrolle Nr. 2. Doch, oh Wunder, nicht für mich! Was passierte? Eine junge Frau in zivil steigt ein, die Türen schließen. Zielstrebig steuert sie auf ein Pärchen mittleren Alters, vorbei an einem Zeitung lesenden Fahrgast. "Die Fahrkarten bitte." Die beiden also Fahrkarten gezeigt, sie zum nächsten. "Fahrkarte?" Gezeigt, weiter. Aber jetzt wurde wieder jemand übersprungen, d.h. also zum Übernächsten: "Karte?" Alles paletti. Auf dem Rückweg durchs Abteil, ich habe meine schon parat, würdigt sie mich wie auch meine drei Nachbarn keines Blickes. Wie jetzt?

Ist es vielleicht wert, anzumerken, daß die ersten beiden Kontrollierten je eine Halbliterknolle Sternburg (ziemlich preisgünstiges Bier, für alle Nicht-Berliner) in der Hand hatten und durch ihr äußeres Erscheinungsbild ganz offensichtlich nicht in die Oberschicht sondern eher Richtung Hartz IV einzuordnen waren? Und spielt es eine Rolle, daß der zweite Fahrgast unübersehbar nicht deutscher Herkunft war? Ganz im Gegensatz zur dritten, übersprungenen Kandidatin! Nummer vier paßte dann anscheinend wieder in das angewandte Schema, denn auch dieser junge Mann sah nicht besonders deutsch aus. Zusammen mit meinen drei Sitznachbarn schien ich gewisse Kriterien, heute kontrolliert zu werden, nicht zu erfüllen und wurde also ebenso übersprungen.

Also mal ehrlich: Was wird denn da für ein Prinzip verfolgt? Also ich nenne das Diskriminierung, und ich könnte kotzen, wenn ich das sehe. Vielleicht steckt da ja irgendeine Statistik hinter, daß die meisten ohne Ticket erwischten Fahrgäste gewisse äußere Kriterien erfüllen. Zeit- und gewinnoptimiertes Arbeiten der Kontrolleure könnte man das dann nennen. Mit respektvollem Umgang und Gleichberechtigung hat das aber rein gar nichts zu tun und hinterläßt bei mir echt einen üblen Nachgeschmack, nämlich den der Zweiklassengesellschaft. Wenn kontrolliert wird, dann entweder alle oder gar nicht.

Und davon abgesehen, daß die ganze Aktion nicht ok war: sind Kontrolleure des BVG eigentlich immer undercover? Hab ich vorher noch nie gesehen, sowas.

Donnerstag, November 16, 2006

Herbst

1½ Monate hat es nun gedauert, bis ich hier endlich ein Fahrrad am Start hatte. Und irgendwie bin ich erst jetzt, nach der ersten Fahrradtour, hier wirklich angekommen. So fühlt es sich zumindest an. Ohne Fahrrad ist schon doof, denn man sieht nicht wirklich viel von der Umgebung, in der man eigentlich wohnt, finde ich.

Und so trieb es mich heute bei Klimakollapstemperaturen (ich meine, wir haben Mitte November und es waren 15 Grad, in der Sonne fast T-Shirt-Wetter!) am Kanal entlang und in Richtung eines Parks, in dem sich ein russisches Ehrenmal emporhob. Auf die Idee waren natürlich noch mehr Leute gekommen, und eigentlich saßen fast überall Menschen, lesend, dösend, knutschend, biertrinkend, plaudernd - richtig idyllisch. Ja, und Berlin kann ganz schön grün sein, mußte ich erstmal feststellen, bzw. herbstlich rot, wie auch immer.

Und ja, der Lenker auf dem Foto ist Teil meines tiefergelegten Damenrades. Quasi wie der Granada unter den Fords, hehe.

Dienstag, November 14, 2006

nostalgischer Moment

[Vorsicht: Nerd stuff!]

Kürzlich hatte ich einen nostalgischen Moment. Wie nostalgisch der wirklich war, kann ja vielleicht der eine oder andere erraten, wenn er Happy Computer, ASM oder Power Play hört. Genau, Computermagazine der 90er.

Ich stöberte also durch die Regale meines alten Zimmers bei meinen Eltern - was ich eigentlch suchte, weiß ich nicht mehr. Normal. Und da fielen mir also diese Urgesteine in die Hände, Happy Computer mit
- "Der schnellste PC der Welt - Brandneuer Supersprinter mit 80386-Prozessor und 33MHz"
- "Word 5.0 - Ist ein neuer Standard geboren?"
- usw.

Verdammt, dreiundreißig Megahertz! Die hätten im Gegensatz zu unserem 8 MHz-XT für Angstzustände gesorgt. Direkt neben den Happy Computers taten sich dann die längst vergessenen und mit 18 DM echte Anschaffungen "DOS Extra" Ausgaben auf - mit seitenweise Listings zum Abtippen, yeah:
- ein Raytracer in GW-BASIC
- ein .VOC to .WAV Konvertierungsprogramm in Turbo Pascal (und ich hatte nichtmal ne AdLib Soundkarte o.ä.)
- Spriteprogrammierung in GW-BASIC
- blaaa bla bla

Ich glaube, da ist die eine oder andere Nacht bei draufgegangen damals. Und nochmal die gleiche Zeit, um all die als Illegal function call und Syntax error auftauchenden Tippfehler auszubügeln. Raytraycer in GW-BASIC sag ich nur, mit 4-Farb-CGA-Grafik und ner echten 3-Fenster-Ansicht...

Irgendwie konnte ich nicht verhindern, mich plötzlich ziemlich alt zu fühlen. Als ich dann, an GW-BASIC denkend, gezielt nach diesen beiden Büchern ('da war doch was...'), "Grafik, Animation, Simulation für Personalcomputer (Lee Adams)" und "GW-BASIC und PC-BASIC für Einsteiger (Tornsdorf)" suchte, ward mir ganz anders! Kapitel 28 oder so "Flugsimulator in GW-BASIC". Heute gar nicht mehr vorstellbar...
Ich glaube, ich muß beizeiten mal die weggesicherten 5¼" Floppies wiederbeleben und M.E.S.S. oder die DOSBox anschmeißen.

Sorry für alle Nicht-Nerds. Von wegen, über Berlin bloggen! ...und was habt ihr in eurer Jugend so getrieben???!

über das Gruscheln

Ich gruschele. Du gruschelst. Er/sie/es gruschelt. Wä? Ist das ansteckend? Sieht zumindest so aus, wenn man diesen Hype namens StudiVZ so beobachtet. Werfe ich mal einen Blick auf das zum Gruscheln zugelieferte Bild (entnommen von http://www.studivz.net/images/IconPoke.jpg): Demnach könnte gruscheln das bedeuten: jemanden an die Schulter packen.
Na hör ma!! *stups* (hihi) *verschämtwegkuck* Tatsächlich kommt gruscheln aus dem Englischen, "to grushel". Nicht? Stimmt, aber von "to poke", so heißt gruscheln nämlich auf der Seite, von der StudiVZ abgekupfert ist, www.facebook.com, was dann in dem Kontext soviel heißt wie "anstupsen". Sagt der Spiegel in diesem Artikelchen. Wer noch ganz viel mehr Tratsch und Bla rund darum lesen will, geht hierhin (englisch).

Donnerstag, November 02, 2006

indisches Puzzle

Ich hatte es ja geahnt und die Post-Pakete aus Indien (von mir an mich) nun schon über ein Jahr nicht angerührt. War eh keine Zeit, und im Flieger nach Finnland war auch kein Platz für Souvenirs aus Granit... Nachdem ich mal gesehen hatte, wie (Post-)Pakete von indischen Bussen abgeladen werden, war mir klar, daß meine Souvenirs nie und nimmer weich genug verpackt waren für ihre weite und lange Reise!
Und so befinde ich mich jetzt auf der Suche nach dem verlorenen Rüssel! Naja, bzw. der Rüsselspitze. Die ist und bleibt nämlich nicht auffindbar. Naja, irgendwie sieht so ein Klischeesouvenir auch viel authentischer aus, wenn es lädiert ist und ihm Bein und Rüsselspitze fehlen.

Sonntag, Oktober 29, 2006

Beerdigung des Studiums

Spaß am Kontoauszugsdrucker. Wenn ich mein Diplom nicht schon vor diesem Kontoauszug in der Hand gehalten hätte (wo mir die letzte Semestergebühr zurücküberwiesen wurde), hätte ich mir nämlich ernsthaft Sorgen um selbiges gemacht!

Danke, FH OS, für diese kreative Einlage über die Beendigung des Studiums!

Dienstag, Oktober 24, 2006

Busfahren. Hier und dort.

Letzten Sonntag stieg ich also mal wieder in den Bus. Berlin - Hamburg. Schöne, große, nicht zu kalt klimatisierte Doppeldeckerbusse fahren da, sogar mit Toilette. 3 Stunden und 10 Minuten Fahrzeit. Man ruft vorher an, reserviert, geht hin, holt sein Ticket und setzt sich auf einen Platz der Wahl. Alles ganz einfach und auch irgendwie unspektakulär. Wer denkt denn auch, daß eine Busreise spektakulär wäre? Naja, mit ein wenig Glück kann man ja einen kleinen Kick Spektakulanz erleben, wenn man mit Rainbow unterwegs ist (Anschieben, im Doppeldecker in einer Serpentine wenden, unplanmäßig im strömenden Regen den Bus wechseln und sein Gepäck nicht finden...). Aber sonst?

Irgendwie war es diesmal aber so völlig, also ganz und gar unspektakulär. Kein Busfahrer mit markigen Kommentaren, keine hin und wieder nörgelnde Sitznachbarin, kein knallender Klodeckel, einfach gar nichts!
Ich hole also mein Ticket, gebe meine Tasche ab, ein Euro extra, und steige ein. Im Bus: T-o-t-e-n-s-t-i-l-l-e. Und nicht, daß keiner drin war, im Grunde war er sogar ziemlich voll. Und auch während der 10 Minuten bis zur Abfahrt regte sich einfach nichts, das war einfach nur beängstigend! Durch die Scheibe sah ich die sich noch verabschiedenden Pärchen, und das einzig echte Geräusch war ein bißchen Straßenlärm, der dumpf durch den Eingang ins Bus-Obergeschoß drang. Sonst einfach nichts. Irgendwann fing das Pärchen hinter mir an, sich leise auf Englisch zu unterhalten, wie beruhigend. Allerdings passierte auch die ganze Fahrt über nichts. Keine Willkommensansage des Busfahrers, keine "Klappen Sie den Klodeckel runter"-Anweisungen. Und (wie zu erwarten?) keine Panne, kaum Stau, keine besonderen Vorkommnisse. Wünscht man sich eine Busfahrt nicht eigentlich so entspannt?

Eigentlich doch schon, besonders weil ich versuchen wollte zu schlafen. Klappte aber nicht, konnte ich in Indien auch schon nicht. Guter Übergang, denn auch wenn die Busfahrten dort bestimmt keine Entspannung darstellten sondern je nach Streckenführung eher eine Mensch- und Materialprüfung, so war das Gefühl, wenn man nach Stunden Fahrt ausstieg, ein anderes. Irgendwie ein positiveres. Geschafft aber happy quasi. Na, das Ganze Indienbusgefahre liegt jetzt länger als ein Jahr zurück und vielleicht neigt man auch dazu, zu glorifizieren. Aber das Wir-Gefühl nach ner 17 Stunden Fahrt von Jammu nach Kashmir, zwei Pannen und einem kollektiven Schlafstopp ist definitiv ein anderes.

Als ich am ZOB in Hamburg ausstieg, hatte ich auf jeden Fall nicht das Gefühl, gerade 3½ Stunden mit 50 anderen Leuten in einem Bus verbracht zu haben. Eigentlich war's schon sehr entspannt, aber irgendwie doch etwas zu nüchtern... Von dieser Fahrt habe ich kein Video, dafür aber einen wilden und ziemlich zusammenhanglosen Zusammenschnitt indischer Busfahrt-Szenen, der jetzt als weitere Ausgrabung hier landet.


Samstag, Oktober 21, 2006

Planet Helsinki

Jetzt kommen die Ausgrabungen zutage. Retorteneintrag Nr. 2 also: Planet Helsinki, featuring Helsinki cathedral.
Auf Anregung von Joël, der mir diesen Link irgendwann zuschob.

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Länger nicht aufgeräumt?

Dann wird es Zeit für eine Entrümpelung!

Entrümpelung. Das Wort muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Nicht, daß mir dieser Begriff gänzlich unbekannt war, aber hier bekommt er eine ganz neue Bedeutung, findet man doch in jeder zweiten Straße eine Entrümpelungsfiliale! Die sieht dann z.B. so aus.


Die Konkurrenz schläft auch nicht, und so findet man Abreißzettel auch gerne mal in Hauseingängen. So wird man nicht nur Elektrozeugs und Handys los sondern auch Fareda.
Hmmm, ich sollte da mal anrufen und nach nem Farad fragen, suche ich doch grad eins...

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Berlin is' geil

Es war das Jahr 1995 und wir waren alle noch jung, schön und voller Tatendrang, in Dänemark, Falkos Toyota-Bus und ziemlich voll. Und da ist das hier entstanden, was ich jetzt aus den Tiefen meiner Verzeichnisse herausgestaubt habe. Paßt irgendwie grad so schön. Gruß an alle damals jungen, schönen und voller Tatendrangenden!

Berlin is' geil MP3

Roaming through Berlin

1½ Wochen Berlin. Und was ist jetzt anders? Der erste Fehler unterlief mir gleich die ersten Tage beim Bäcker: "Drei Brötchen, bitte. Zwei einfache und ein Vollkorn." Was bekamen wir? Zwei Vollkorn. Sahen wir auch erst zu Hause. Lektion 1 in Schrippentown: Brötchen sind Schrippen. "Die kann ick inkoopen im kleenen Bäcker nebenan, weeßte?" Oder so. Berlinerisch ist zwar verständlich, aber es gibt schönere Dialekte, finde ich.

Was fällt denn noch so auf? Oh ja, die Dönerbuden- und allgemein Imbißbudendichte ist enorm! Und ich meine enorm! Also kulinarisches Fastfood gibt es hier echt an jeder Ecke. Allerdings habe ich es noch nicht großartig aus Kreuzberg/Neu-Kölln rausgeschafft, vielleicht sind wir hier diesbezüglich ja verwöhnt. Genauso mit den Preisen!! 1,95€ für ne Pizza, 1€ ein Lahmacun, 2€ ein Döner! Also wenn ich da an den Kerroshampurilainen in Helsinki mit 6,50€ denke...

Und noch was gibt es hier an jeder Ecke: Internetcafés mit integriertem Billigtelefon- und Alkoholshop. Also als ich letztens in Osnabrück in die Verlegenheit kam, mußte ich schon arg suchen und fand auch nur ein einziges am Bahnhof. In den gelben Seiten standen ganze zwei Internetcafés!


Ganz besonders gut gefallen mir die Spätkaufs, wo man auch nach 21:00 noch das nötigste bekommt, und wenn ich mich recht entsinne, auch sonntags. Hier eins mit besonders praktischer (Deko=Lager) und hübscher Fensterdeko: Becks und Flens. Da sagt man mir letztens noch, die Spätis seien teurer, was wohl auch stimmt, klar. Lustigerweise kostet Bier hier im Spätkauf ungefähr soviel wie in Helsinki beim Alepa im Sonderangebot.

Was noch? Also manchmal hat Berlin schon ziemlich breite Fußwege, ist mir mal so über das Stadtbild aufgefallen.

erstmal neues Bild...

...dann sieht eh alles schon mal ganz anders aus. Und mir fiel jetzt dieses in die Finger: eine Landstraße. Aber wenn ich mir das so ansehe, bleibt das da nicht lange. Sieht so aus, als würde ich einen Blog über den ADAC, Bäume und Windbestäubung führen. Aber so soll es da erstmal bleiben.

Sonntag, Oktober 08, 2006

Germany through hybridized eyes?

Deutschland mit anderen Augen sehen - das hatte ich mir eigentlich irgendwie vorgenommen. Nach nun fast zwei Jahren im Ausland, wo ich es immer spannend fand, etwas zu entdecken und einfach immer wieder auf Sachen zu stoßen, die eben anders sind, bietet sich das ja gut an. Warum also nicht so tun, als wäre Deutschland neu? Man könnte mit der gleichen Neugier umherstreifen und sich auch mal wieder über ganz Banales freuen oder wundern. Und einfach nicht alles als selbstverständlich nehmen. Nach Indien kamen mir deutsche Autobahnraststätten wie Mondstationen vor. Nach einem Jahr Finnland drehte ich den Schlüssel ein paar Tage einfach falschrum zum Tür abschließen, und das Pfandsystem in Deutschland leuchtet mir auch nicht ein, wirkt mittelalterlich.

Aber so richtig einfach ist das nicht, die Neugier zu behalten. Zu schnell kommt man wieder rein, zu bekannt und gewohnt ist alles. Ich wollte mir selber ein bißchen damit helfen, indem ich auf englisch weiterschreibe, das gibt wohl eher das Gefühl, von was Fremden zu berichten. So richtig klappen tut das ja noch nicht, wie man sieht - bisher. Mal sehen.

Nun bin ich also erstmal in Berlin, und auch wenn ich hier wohl oft bei Freunden zu Besuch war, so bin ich hier doch neu. Also gute Voraussetzungen für "seeing Germany with foreigner's eyes" oder wenn ich mal Kent zitiere "Germany through hybridized eyes", was sein Vorschlag war.

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Rotaslip

Meine erste Bekanntschaft mit Berliner Lokalspezialitäten: Pilsator alias Rotaslip, und das auch gleich zum Empfang am ZOB, wo mich Philip und Laura abholten. Guter Anfang!!

Montag, Oktober 02, 2006

Hallo, dickes B!

Letzten Freitag trat ich also meine lustige (und übrigens im Vergleich zur Bahn echt günstige, 24€) Busreise nach Berlin an. Lustig, weil der Busfahrer, der den dicken Doppeldeckerbus der Berlinlinie alias Autokraft lenkte, immer wieder für Erheiterung sorgte. Wegen dem langen WE und diversen Unfällen war auf der A24 reichlich Stau, und so navigierte er uns schon ab Hamburg zielsicher an all jenen vorbei - über Mecklenburg-Vorpommersche Dörfer. Neue Staumeldungen gab er uns wortgewandt mit "Da gab's jetzt schon wieder zwei frische Unfälle, die müssen wir besser mal umfahren." an uns weiter und auch über die aktuellen Geschehnisse direkt vor ihm hielt er uns auf dem laufenden: "Wenn diese Fahrschule hier vor uns mal 'n bißchen Gas geben würde, kämen wir heute auch noch an!" Er bewies sich auch als Kenner der lokalen Verkehrsbegebenheiten: "Wir sind jetzt auf der Bundesstraße 5, Höhe XY. Hier muß man echt immer aufpassen, alles vermint [sieht irgendwie komisch aus, aber man schreibt Mine wohl mit einem i], die blitzen hier immer wie sonstwas!" und wußte auch mit touristischen Infos zu glänzen: "Die Strecke ist landschaftlich wirklich sehr, sehr schön. Leider ist es dunkel. Sie können also nichts davon sehen. Zu schade."
Weitere Highlights: "Was da hinten immer so knallt ist der Klodeckel. Wenn der nämlich hoch ist und ich bremse, fliegt der nach vorne. Ist nicht so, daß er das nicht abkönnte, aber um seine Lebensdauer zu erhöhen, klappen Sie ihn doch bitte wieder runter."
"Handys lassen Sie bitte aus. Die stören nur, im Bus ist also Handyverbot. Vergessen Sie nicht, wir haben direkte Funkverbindungen zu Feuerwehr und Polizei, die regeln das sonst..."

Die ganze Fahrt dauerte statt der geplanten drei also fünf Stunden. Störte mich nicht wirklich, ich hatte zu lesen und auch Musik, und wer mal in nem indischen Bus... jaja. Meine Sitznachbarin sah das anders und bekam mit jeder neuen Durchsage des Busfahrers über die neue, vermutete Ankunftzeit die Krise.

Donnerstag, September 28, 2006

Warp 56 kpbs

So geht das nicht weiter hier. Fünf Jahre DSL können einen ganz schön versauen. Auch wenn man ja meinen könnte, daß DSL (oder Breitband eben) heute normal ist. Aber per Modem dial-up macht mir Internet keinen Spaß mehr. Die Wartezeit ist das eine, aber dieser doofe, im Hintergrund tickende Gebührenzähler nimmt mir jede Entspannung... Auch beim Bloggen.

Samstag, September 23, 2006

Memories part I

Ja, memories. Teil 1 des Jetzt-hau-ich-noch-alles-raus- was-mit-Finnland-zu-tun-hat. Ich glaube, es war Mitte Mai oder so, als mich schonmal was melancholisches beschlich. Daß ich bis zum 13.9. hier - quatsch: ich meine da sein sollte, ahnte ich ja nicht. Und im September, gut und gerne zwei Wochen vor meiner Abreise am 13., kam es wieder, das melancholische. Klar. Dann sieht man sie wieder, all die kleinen Sachen, die man vielleicht doch vermissen könnte, wenn man wieder zu Hause ist.

Auf Anregung dieses Kommentars nun Retorte Nr. 1: die 4am-Taxi-Schlange! Dabei habe ich auf dem Foto nichtmal eine schöne, lange erwischt. Um vier Uhr morgens machen alle Pubs, Discos und Clubs per Gesetz zu. Ab 3:30 werden die Gäste also herauskomplimentiert, und es wird auch gerne mal der letzte Song mittendrin aus- und dafür das Licht angeschaltet, um die Situation zu unterstreichen. So kapiert's jeder - naja, hab ich nur einmal erlebt, war wohl extrem.
Und dieses Bild hat sich mir echt eingebrannt: Helsinki, vier Uhr morgens. Eine ganze Stadt wankt nach Hause. Auf den Straßen herrscht ein Treiben wie an nem verkaufsoffenen Samstag in den Achtzigern! So groß ist Helsinki ja nicht, da verläuft es sich eben auch nicht so. Die einen zu Fuß, die anderen zum Taxistand oder zu den hoffnungslos überfüllten Nachtbussen, ganz Mutige per Fahrrad. So richtig viele Fahrradfahrer gibt's in Helsinki aber irgendwie nicht. Oder noch schnell zur snäggeri, den Würstchen- und Burgerbuden (keine Ahnung, wie sich das Wort schreibt) und sich nen superporilainen (Superburger) für günstige 4,50 oder nen kerroshampurilainen (Etagenburger) für erschwingliche 6,50 für den Heimweg mitgenommen. Letzterer war wohl mein Favorit und eine prima Stärkung für den 40 Minuten Fußmarsch nach Pasila.

Wenn man um die Zeit auf den ersten Zug wartet, bekommt man auch das amüsante Bild einer mit Wartenden gut gefüllten Bahnhofshalle zu sehen, in der eigentlich kaum einer mehr steht - geschweigedenn noch gerade sitzt. Hätte zu gerne ein Foto davon.